Altöl
Altöl bezeichnet allgemein verbrauchtes Öl, welches nicht mehr den Anforderungen wie Schmierung oder Kühlung genügt. Im Speziellen bezeichnet der Begriff verbrauchtes Öl aus technischen Anwendungen, z. B. Motoröl, Getriebeöl oder Hydrauliköl.

Öl wird bei regulärer Benutzung in seinen Eigenschaften verändert. Nachfolgend einige Beispiele:
- Koch- und Bratöle nehmen Wasser und Fette auf und verändern ihre chemischen Eigenschaften durch die hohen Temperaturen in Anwesenheit von Wasser, Eiweißen und Kohlehydraten. Die Öle werden teilweise gespalten, chemische Doppelbindungen brechen auf, es entstehen Fettsäuren, Acrylamid und weitere unerwünschte Verbindungen.
- Motor- und Maschinenöle reichern sich mit Wasser, anderen Schmier- und Betriebsstoffen sowie Fremdstoffen wie Aschen oder Metallabrieb an. Enthaltene Additive werden sukzessive verbraucht.
- in Verbrennungsmotoren sammeln sich Kraftstoffreste, Ruß und Aschen im Öl und werden von Additiven in der Schwebe gehalten. Durch thermische Belastungen entstehen neue und ggfs. auch giftige Verbindungen wie Dioxine.
Im Jahr 2002 wurde in Deutschland die Altölverordnung (AltölV) modifiziert und trat in der geänderten Form am 16. April 2002 in Kraft. Maßgebliche Änderung war die Eingruppierung der verschiedenen Altöle in Sammelkategorien (I, II, III und IV). Mischungen unter den Ölen der verschiedenen Kategorien sind verboten, das heißt diese müssen sortenrein gesammelt und entsorgt werden. Alle Altöle der Sammelkategorie I sind vorrangig der stofflichen Verwertung zuzuführen.
Quelle: www.wikipedia.de
